In diesem Beitrag berichte ich von meinen Erfahrungen mit einem Android-Telefon im Zusammenspiel mit dem Mac und mit der Synchronisation mit einer Nextcloud.
Bitte mache vor dem Einrichten ein Backup von Deinen Dateien um evtl. Datenverlust zu vermeiden.

Kontakte und Kalender synchronisieren

Zur Synchronisation mit einer Nextcloud wird die Software DAVX5 benötigt. Sie kostet derzeit 5€ und ist nötig, weil Google die Synchronisation leider nur mit den eigenen Diensten in sein Betriebssystem einbaut. Die Technik von Google ist unter der Haube die gleiche, aber wo wären unsere Daten besser aufgehoben, als bei Google?

Fotos und Videos synchronisieren

Die Synchronisation der Fotos und Videos geht deutlich hakeliger von der Hand, als die Kontakte und Kalender. Hier muss man erst Mal gucken, wo welche App-Dateien erzeugt und die einzelnen Ordner dann händisch mit einem Nextcloud-Ordner verknüpfen. Anschließend benutzt man nur den synchronisierten Ordner und löscht die Mediendateien händisch von Zeit zu Zeit vom Android.

Fotos manuell synchronisieren

Erste Fehlermeldung, die immer weggeklickt werden muss.

Der übliche Weg Fotos vom iPhone auf den Mac zu bekommen ist über die Fotos-App. Zwar wird mein Samsung in Fotos angezeigt, aber Fotos vermeldet „Keine Fotos“. Auch das umschalten der USB-Einstellungen von „Übertragen von Dateien / Android Auto“ auf „Übertragen von Bildern“ bringt keine Fotos zum Vorschein. Auch die Mac-App „Digitale Bilder“ versagt hier und mehr als den Ladekringel bekommt man nicht zu sehen. Bleibt also nur das Programm Android-File-Transfer. Das Programm startet beim Anschließen an den Mac automatisch und man muss zuerst folgende Fehlermeldung wegklicken.

Anschließend bestätigt man auf dem Android, die Nachricht „Zugriff auf Telefondaten erlauben?“ mit Zulassen. Android-File-Transfer startet dann neu und zeigt den Teil des Dateisystems an, auf den man als Nutzer Zugriff erhält. Anschließend gräbt man sich durch die Ordner und lädt die Dateien händisch auf den Mac und löscht sie dann vom Telefon.

Bilder und Videos per Nextcloud synchronisieren

Hierzu muss zuerst die Nextcloud App installiert und eingerichtet werden. Hierzu benötigt die App Deine Zugangsdaten zur Nextcloud und anschließend konfiguriert man die gewünschten Bilder-Ordner.

Threema-Ordner mit deaktivierter Synchronisation

Hierzu erstellt man auf dem Mac den gewünschten Ziel-Ordner, der die Android-Dateien enthalten soll. Der Ordner sollte nicht im gewöhnlichen Ordner sein, in dem Du Daten in der Nextcloud ablegst. Anschließend definiert man auf dem Android in den Einstellungen den Punkt „Automatisches Hochladen“ und wählt hier den Ordner „DCIM“ aus. In diesem Ordner speichert Android die Bilder der Kamera und Screenshots. Wenn andere Apps eigene Medienordner erstellen, wie Whatsapp oder Threema erkennt die Nextcloud-App das später automatisch und die Ordner müssen dann dort nur noch eingerichtet werden. Ist die Synchronisation aktiviert, wird das in der Ordner-Übersicht unter „Automatisches Hochladen“ als blaue Wolke angezeigt. Die Orginaldatei sollte im Originalordner behalten werden, weil sonst die Galerie-App die letzten Bilder nicht mehr anzeigt. Die Originale müssen von Zeit zu Zeit händisch wie oben beschrieben gelöscht werden. Wer sich entscheidet, die Originaldateien zu löschen, nachdem sie in die Nextcloud geschoben wurden, kann sie nur noch über die Nextcloud-App oder die Eigene-Dateien-App aufrufen. Die Nextcloud-App kommt im Moment aber noch nicht richtig mit allen modernen Bildformaten zurecht und zeigt teilweise nur Symbole an.

Beim händischen Löschen auf dem Android-Telefon muss man nicht gesondert Ordner, wie „Private“ und „Sent“ berücksichtigen. Die von Nextcloud erkannten Whatsapp-Bilder enthalten empfangene und gesendete Bilder.

Bonus-Tip: Wenn Videodateien gestört angezeigt werden, also grüne Felder oder andere Störungen angezeigt werden, muss man in den Kamera-Einstellungen den HEVC-Codec ausschalten. Dann nimmt der Mac auch Portrait-Videos fehlerfrei an. Alternativ kann man Videos stets im Querformat aufnehmen und dabei ordentlich Speicherplatz sparen. Falls man bereits fehlerhafte Videos hat, kann man diese mit Handbrake umcodieren.